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ElWG beschlossen – Auswirkungen auf die Gaswirtschaft
Mit dem Beschluss des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) wurden wesentliche Neuerungen für den österreichischen Strommarkt auf den Weg gebracht. Darüber wurde in den letzten Tagen schon ausführlich berichtet und wir verzichten hier bewusst auf nähere Details aus dem Strommarkt.
Weniger im öffentlichen Fokus, aber von erheblicher Bedeutung, ist eine im Gesetzespaket enthaltene Novelle des Energie-Control-Gesetzes. Diese erweitert den Aufgabenbereich der Regulierungsbehörde und verleiht ihr künftig den Namen „Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserstoffwirtschaft“. Damit ist die institutionelle Zuständigkeit für den entstehenden Wasserstoffmarkt erstmals klar festgelegt.
Die zentrale Herausforderung besteht nun darin, diese neue regulatorische Kompetenz rasch mit konkreten Inhalten zu füllen. Entscheidend dafür ist die zeitnahe Umsetzung des Gas- und Wasserstoffpakets im Rahmen des geplanten GWG neu. Erst dadurch entsteht der notwendige rechtliche Rahmen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Diese Schritte sind wesentlich, um das Potenzial Österreichs als künftige europäische Wasserstoffdrehscheibe nutzen zu können.
Wie der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur gelingen kann, zeigt unsere H₂-Roadmap für Österreich. Sie sieht bereits vor 2030 erste (regionale) Startnetze mit Speicheranbindung vor. Ab 2030 soll der Hochlauf durch internationale Anbindung an den „European Hydrogen Backbone“ deutlich an Dynamik gewinnen. Das künftige Wasserstoffnetz wird bedarfsorientiert wachsen und zu einem großen Teil auf der Umwidmung bestehender Gasleitungen basieren.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Projekte der Fernleitungsnetzbetreiber Gas Connect Austria GmbH und TAG GmbH. Sie sind sowohl integraler Bestandteil der österreichischen H₂-Roadmap als auch des internationalen SoutH2Corridor, der von Nordafrika über Italien und Österreich bis nach Deutschland reicht. Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurden diese Vorhaben kürzlich von der Europäischen Kommission als „Projects of Common Interest“ (PCI) bestätigt.
Parallel dazu laufen, wie oben bereits erwähnt, die Vorarbeiten für eine erneute Aktualisierung der H₂-Roadmap, die wir im Herbst 2026 als Version 3.0 veröffentlichen wollen. Sie soll die nächsten Entwicklungsschritte des österreichischen Wasserstoffsystems noch konkreter abbilden als die Vorversion.
Wir arbeiten weiter mit Hochdruck an der Energiewende in der Pipeline!
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