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Aktueller Bericht zur strategischen Gasreserve



Strategische Gasreserve als stabiler Sicherheitsanker
Seit ihrer Einführung im Jahr 2022 ist die strategische Gasreserve ein fester Bestandteil des österreichischen Energiesystems. Sie musste trotz herausfordernder Winter und geopolitischer Spannungen bislang nicht eingesetzt werden – ein Indiz für die Stabilität der Versorgung, zugleich aber auch Ausdruck ihrer Funktion als Absicherungsinstrument für Ausnahmesituationen.

Die operative Verantwortung für Beschaffung und Vorhaltung liegt bei der Austrian Strategic Gas Storage Management GmbH (ASGM), einem 100%-Tochterunternehmen der AGGM. Die Speicherung an mehreren Standorten in Österreich ermöglicht eine flexible uns sichere Versorgung aller Marktgebiete im Bedarfsfall.

Veränderte Rahmenbedingungen, stabile Versorgung
Die Rahmenbedingungen für die Gasversorgung haben sich in den vergangenen Jahren wesentlich verändert. Seit Anfang 2025 erfolgt die Versorgung ausschließlich über Deutschland und Italien; die Bedeutung Deutschlands als Importquelle ist dabei deutlich gestiegen. Gleichzeitig werden die verfügbaren Importkapazitäten aus Deutschland über lange Perioden bis über die Kapazitätsgrenzen ausgelastet.

Dennoch blieb die Versorgung jederzeit stabil. Die strategische Gasreserve dient als zusätzliche Absicherung gegenüber möglichen Lieferunterbrechungen, Marktverwerfungen oder regionalen Engpässen. Ihr Einsatz ist gesetzlich klar geregelt und ausschließlich für außergewöhnliche Krisensituationen vorgesehen.

Verlängerung über 2027 hinaus zunehmend relevant
Auch bei aktuell stabiler Versorgungslage besteht weiterhin Handlungsbedarf für die langfristige Absicherung. Mehrere Entwicklungen sprechen für eine rasche Verlängerung der rechtlichen Grundlage über den 1. April 2027 hinaus.

Mit REPowerEU verfolgt die Europäische Union das Ziel, russische Gasimporte bis Ende 2027 vollständig zu beenden. Die konkreten Auswirkungen auf Gasflüsse, Importstrukturen und Marktliquidität sind derzeit noch nicht abschließend absehbar. Gleichzeitig waren die österreichischen Speicher nach dem Winter 2025/26 stärker entleert als in den Vorjahren – ein Hinweis auf die anhaltende Bedeutung zusätzlicher Sicherheitsmechanismen.

Auch wirtschaftliche Aspekte sprechen für eine frühzeitige Verlängerung: Längere Vorlaufzeiten ermöglichen eine kosteneffizientere Beschaffung von Speicherkapazitäten. Damit trägt eine rechtzeitige gesetzliche Grundlage nicht nur zur Versorgungssicherheit, sondern auch zu einem effizienten Mitteleinsatz bei.

Langfristig wird die Rolle der strategischen Gasreserve zudem davon abhängen, wie rasch zusätzliche Importkapazitäten geschaffen und Infrastrukturprojekte umgesetzt werden. Gleichzeitig können Biomethan und Wasserstoff einen Beitrag zur Diversifizierung der Energieversorgung leisten und die Abhängigkeit von Importen reduzieren.

Den aktuellen Bericht über die Verwaltung der strategischen Gasreserve finden Sie hier.

Aus aktuellem Anlass:
Die gute Nachricht kommt zum Schluss: mit dem Doppelbudget 2027/28 hat die Bundesregierung nun finanzielle Vorsorge für die Verlängerung der strategischen Gasreserve bis zum 1.4.2029 eingeplant. Sobald dies legistisch umgesetzt ist, können wir als ASGM beginnen die Speicherkapazitäten zu beschaffen und auch die entsprechenden Speicherverträge – wieder mit größtmöglicher finanzieller Sorgfalt - abschließen.
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